
Exklusive Künstlereditionen für Supporter der European Kunsthalle
Die European Society for Contemporary Art will jedes Jahr bis zu drei Editionen auflegen, die von renommierten Künstlerinnen und Künstlern exklusiv für Sie als Supporter der European Kunsthalle gestaltet werden. Eine Edition Ihrer Wahl ist integraler Bestandteil des Jahresbeitrags von 400 Euro. Jede Edition ist signiert, datiert und nummeriert und hat eine Auflage von 100 plus 10 Künstlerexemplare. Aktuell sind Editionen von Olaf Nicolai, Dan Perjovschi, Peter Piller, Gert & Uwe Tobias sowie Johannes Wohnseifer erhältlich.
EINE NEUE EDITION FÜR DIE SUPPORTER DER EUROPEAN KUNSTHALLE
Thea Djordjadze Ohne Titel, 2009 Siebdruck in sechs Farben auf Glas 30 x 21 cm Ed. 30 + 5 A.P.
und weiterhin:

Olaf Nicolai St. Kolumba oder: Considering a multiplicity of appearances in light of a particular aspect of relevance, 2007 24 x 18 cm, offen 24 x 36 cm, 32 Seiten plus 4-seitiger Umschlag Offsetdruck
Ein Hauptthema im vielschichtigen Werk von Olaf Nicolai ist die Interdependenz von raumschaffenden und symbolischen Gesten. Für die Ausstellung „Modelle für Morgen“ präsentierte er mit „St. Kolumba“ einen existierenden Raum als Ready-Made. Nicolai bezeichnet diese Situation als „room snatching“ und spielt damit auf den Sci-Fi-Roman „The Body Snatchers“ von Jack Finney an. Der Bezug zur künstlerischen Praktik des Ready-Mades setzte sich in einem Künstlerbuch fort, das während der Ausstellungsdauer zur freien Mitnahme im Kapellenraum auslag. Die Buchseiten zeigen unterschiedliche Farbverläufe, die durch die Technik des Irisdruckes entstehen. Auf diese Weise thematisierte Nicolai einen sich von den Gegebenheiten des Realen emanzipierenden Möglichkeitsraum mentaler Szenarien. Einen Restbestand des Künstlerbuchs hat Olaf Nicolai nun für die European Society zertifiziert und signiert.

Dan Perjovschi That’s it, 2006 29,7 x 21 cm Siebdruck
Dan Perjovschi ist bekannt für seine raumgreifenden Zeichnungen, die durch bissige Polemik und nonchalante Leichtigkeit bestechen. Mit pointiertem Bild- und Sprachwitz, der verschiedene Einflüsse der Medien, Schlagzeilen, Klatsch und Literatur aufgreift, kommentiert Perjovschi aktuelle Ereignisse der internationalen Politik ebenso wie Begebenheiten des Kunstbetriebs und alltägliche Begegnungen. Für die European Society hat Dan Perjovschi eine seiner charakteristischen Zeichnungen angefertigt. Sie spielt auf die jüngsten Ereignisse im Sport rund um das Doping an. Mit schwarzem Humor skizziert »That’s it« ein Szenario, das nicht nur metaphorisch gelesen werden kann. – Mit Ausstellungen u.a. in Köln, Eindhoven, Malmö, Amsterdam, Istanbul, Wien, Venedig, Lissabon und im Frankfurter Portikus zählt der 1961 in Sibiu geborene Dan Perjovschi zu den international renommiertesten rumänischen Künstlern. 2004 erhielt er den George Maciunas Preis.

Peter Piller Noch ist nichts zu sehen, 2006 52 x 69 cm Inkjetprint
Ein Kennzeichen von Peter Pillers künstlerischer Arbeit ist das Sammeln und Kategorisieren gefundenen Bildmaterials, meist deutschen Lokalzeitungen entnommen. Pillers Augenmerk richtet sich dabei auf Details und wiederkehrende Muster, die bei solch kurzlebigen Fotografien gewöhnlich meist unbemerkt bleiben. Entsprechend heißt eine seiner Publikationen der Reihe »Archiv Peter Piller«: »Noch ist nichts zu sehen (Bauerwartungsflächen)«. An die 7000 Abbildungen befinden sich in diesem Archiv, die Piller in eigenwilligen Typologien in Ausstellungen präsentiert oder als Künstlerbücher veröffentlicht. Indem er die Vielschichtigkeit seiner Motive ›entblättert‹, zollt Piller der Schönheit des Alltäglichen seinen Tribut. – Der 1968 geborene Künstler erhielt 2003 den Albert Renger-Patzsch-Preis, 2004 den ars viva-Förderpreis sowie 2006 den baloise art prize.


Gert & Uwe Tobias Ohne Titel, 2006 29,7 x 21 cm Collage, Offsetdruck
Aus ihrer Herkunft aus Transsylvanien machen Gerd & Uwe Tobias kein Geheimnis. Im Gegenteil: Aus der Auseinandersetzung mit den mythischen wie folkloristischen Traditionen ihrer Heimat erwächst ihre expressive Bildsprache, die ironisch-humorvolle Elemente mit dekorativ-ornamentalen Motiven verknüpft. Sie macht ihre Verwurzelung in bestehende Bildtraditionen sichtbar und verweist zugleich auf Bedeutungen, die in den tieferen Schichten ihrer Bildcollagen verborgen liegen. Auch in ihrer Edition für die European Society unterminiert der düstere Text die auf den ersten Blick harmlos wirkende, in traditionellen Regionalkulturen verankerte Optik der Heimatzeitung und lässt das Konstrukt Heimat als ›Identitätsfalle‹ obsolet erscheinen. – 1973 in Kronstadt Brasov (Rumänien) geboren, siedelten Gert & Uwe Tobias 1985 nach Deutschland über; seit 2002 leben sie in Köln. Ihre Kunst war in Ausstellungen u.a. in Wien, Athen, Brüssel, Zürich, London und zuletzt im MOMA New York zu sehen.


Johannes Wohnseifer o. T., 2007 (Between Darkness and Light) 50 x 37 cm Siebdruck
Die Auseinandersetzung mit Kulturgeschichte, der Dialog mit anderen Künstlern und die Reflexion zeithistorischer sowie politischer Fragestellungen sind konstante Aspekte im Werk Johannes Wohnseifers. Kulturelle und mediale Phänomene finden Eingang in seine Arbeiten, werden gebrochen, neu codiert und mit anderer Bedeutung aufgeladen. Stets ist eine Dualität spürbar zwischen privater und gesellschaftlicher Geschichte, subjektiver und herkömmlicher Bedeutung, Unikat und Massenproduktion. Zur ausdrücklichen Unterstützung der European Kunsthalle fertigte Wohnseifer 2007 diese Edition an. Eine massenweise hergestellte und versandte Einladungskarte zur Ausstellungseröffnung von Douglas Gordon erhält ihren Kontrapunkt in dem Überbleibsel des abgerissenen Adressaufklebers, der den Namen des Empfängers dieser Nachricht preisgibt und zugleich den Autor des Werkes nennt. – 1967 in Köln geboren, wo er nach wie vor lebt und arbeitet, stellte Wohnseifer bislang in großen Museen und renommierten Galerien u.a. in Hannover, Basel, London, Berlin, Antwerpen, New York, Paris und Tokio aus.
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